Geschichte/ Entstehung
Zur Geschichte des Dorfes Dreetz und der Revierförsterei
"Lüttgen Dreetz"
Das Gebiet um Dreetz ist nach heutigen Kenntnissen schon
lange bewohnt. Zahlreiche steinzeitliche Funde und Ausgrabungen in der
Umgebung von Dreetz sind Beweis dafür. Im Verlaufe der Völkerwanderung
kamen slawische Stämme aus dem Osten sowie Südosten und begannen
mit Ackerbau, Fischfang, Jagd und der Viehzucht. Im 12. Jahrhundert
fiel der mächtige deutsche Feudalherr Albrecht der Bär in
das Gebiet ein und hat dieses seinen Vasallen als Lehen übergeben.
Am 6. Juni 1337 übergab Markgraf Ludwig das Dorf Dreetz denen von
Kröcher zum Lehen. Ursprünglich waren in Dreetz 5 Rittergüter
ansässig. Im Zeitraum von 1624 bis 1705 wurden 3 Güter verkauft,
so dass am Ende nur die Güter von Kröcher und von Lochow übrig
blieben. 1774 entstand das Amtsvorwerk Dreetz aus den ehemaligen 5 Rittergütern.
Der Amtssitz wurde gleichzeitig von Neustadt nach Dreetz verlegt. Etwa
1775 entstand bei Dreetz eine Schäferei, der heutige Schäferberg.
1778 wurde eine neue Kirche gebaut, die heute ortsprägend ist und
unter Denkmalschutz steht.
Das Arboretum Lüttgen Dreetz
Das Arboretum (lat. arbor = Baum) befindet sich in Dreetz
und erstreckt sich auf eine Fläche von 8 ha. Hier gibt es momentan
über 100 verschiedene Laub-, Nadel- und Strauchgewächse. Der
Umfang der Sammlung erweitert sich jährlich. Unterschiedliche Privatpersonen
und Firmen finanzieren den Kauf von Bäumen.
Jährlich, am ersten Juniwochenende, findet das Arboretumfest statt.
Zu diesem Anlass wird den Spendern eine Patenschaftsurkunde überreicht.
Im Arboretum werden verschiedene Veranstaltungen durchgeführt.
Unter anderem wird in unserem Lehmbackofen einmal im Monat (samstags)
gebacken. Der Pavillon bietet Platz für ca. 100 Personen.
Die erste schriftliche Erwähnung von "tho den
Lutken Dretze" war 1337. Zu dieser Zeit existierten die Dörfer
Groß-und Klein Dreetz. Etwa 200 Jahre später gab es das Dorf
Klein Dreetz nicht mehr und die Ansiedlung wurde "Wiese im Lutken
Dretzschen Luch" genannt. 1660 wurden daraus "Die Äcker
zu Lutken Dreetz" und 1800 wurde dieser Siedlungsbereich als Etablissement
bezeichnet. 1817 zählte man 32 Einwohner und aus dem Etablissement
wurde ein Vorwerk (vom Haupthof gesondert liegender kleiner Gutshof
zur Bewirtschaftung der entfernt liegenden Schläge und zur Aufnahme
des Weideviehs).
Aus dem Vorwerk entstand das Domänenvorwerk mit drei Wohn- und
drei Wirtschaftsgebäuden. In einem Bericht vom 17. September 1877
kam zwischen dem damaligen Oberförster Oppermann und der königlichen
Regierung zu Potsdam die Einrichtung einer neuen Försterstelle
in Lüttgen Dreetz zur Sprache. Laut einer handschriftlichen Aufzeichnung
vom Oberförster im August 1877 sollte das neue Försterhaus
neben dem Büdnergrundstück entstehen. Die Dienstländereien
umfassten eine Fläche von 14,7 ha.
Im Dezember des selben Jahres wurde die Försterstelle gegründet
und der Hilfsjäger Türck mit der Ausführung der Hauungen
und Kulturen in dem neuen Schutzgebiet Lüttgen Dreetz unter Leitung
des Försters König beauftragt. Am 13. Februar 1878 teilte
der Oberförster Oppermann der Regierung mit, dass der Förster
Berg sich um die Försterstelle beworben hat. Im Amtsblatt vom 6.
März 1878 erschien folgender Artikel: "Die neu errichtete
Försterstelle Lüttgen Dreetz in der Oberförsterei Havelberg,
ist vom 1. April ab dem Förster Berg zu Gaisberg in der Oberförsterei
Potsdam übergeben worden." Die Försterei ging am 17.
November 1938 in den Besitz der VerwertungsgeselIschaft für Montanindustrie
mbH über. Heute ist das Forsthaus im Besitz des Landes Brandenburg.
Entstehung des Pavillions